Erfolgreicher Astronomietag

Perfektes Wetter, spannende Vorträge in einer tollen Location und ein Rahmenprogramm für Jung und Alt lockten am 25.03.2017 über 200 Besucher zur Astronomietag-Veranstaltung des EGN in die Schlosskirche nach Altlandsberg. Der deutschlandweite Tag der Astronomie ist ein jährliches Ereignis, dass von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) initiiert wird und bei dem in verschiedensten Einrichtungen wie z.B. Sternwarten und Planetarien besondere Programme angeboten werden. Das Einstein-Gymnasium Neuenhagen beteiligt sich traditionell mit einer eigenen Veranstaltung daran.

astronomietag1
Die ersten Besucher an unseren Ständen …

Astronomie in der Kirche – dieses Konzept wurde schon im letzten Jahr erfolgreich umgesetzt. Die Schlosskirche Altlandsberg ist dafür der ideale Veranstaltungsort. Ein Nachmittag mit spannenden wissenschaftlichen Vorträgen stellt aber auch hier eine Rarität dar. Deshalb gab es am vergangenen Samstag wieder viele „Feinschmecker“, die sich dieses besondere Programm nicht entgehen ließen.

astronomietag2
Kaffee, Kuchen und Tombola-Lose sind begehrt!

Schon vor Beginn der Veranstaltung gab es dichtes Gedränge an den Ständen, die von Schülern und Lehrern des EGN aufgebaut wurden. Viele genossen den Blick durch verschiedene Teleskope auf die Sonne. Heiß begehrt waren Kaffee und Kuchen, die vielen Infomaterialien und die Tombola-Lose. Durch Spenden verschiedener Firmen konnte abgesichert werden, dass jedes Los gewinnt, die 3 Hauptpreise (3 komplette Teleskope) lockten viele Besucher.

astronomietag3
Das Vortragsprogramm kann starten!

Das Vortragsprogramm wurde feierlich von Sina Mauckisch eröffnet, sie spielte Melodien aus „Star Wars“ am Konzertflügel. Der erste Vortrag zu den Geheimnissen der kosmischen Teilchen wurde von Carolin Schwerdt vom DESY Zeuthen präsentiert. Sie beeindruckte die Zuhörer mit den exotischen Eigenschaften kosmischer Neutrinos und den aufwändigen Experimenten zu deren Nachweis, sie berichtete von Experimenten des DESY an fernen Orten, wie IceCube in der Antarktis und HESS in Namibia. Dann folgten die Vorträge der EGN-Schüler, alle 3 Referenten traten hier mit ihren Themen als frisch gebackene Jugend-forscht-Regionalsieger auf. Anne Skotnicki wertete Daten des Pierre Auger Observatoriums in Argentinien aus, sie wurde von Carolin Schwerdt betreut. Das Pierre Auger Observatorium beobachtet so genannte Teilchenschauer, die durch hochenergetische kosmische Teilchen in der Erdatmosphäre ausgelöst werden.

astronomietag8
Die Schülerinnen und Schüler beeindrucken mit ihren Forschungsarbeiten.

Mathis Harder beeindruckte die Zuhörer mit einer perfekten Präsentation und einer sehr anspruchsvollen Arbeit. In über 100 Beobachtungsstunden fotografierte er das Jupitermondsystem und analysierte dann die Bewegungen der Monde mit großem mathematischen Aufwand. In seiner systematischen Auswertung generierte er diverse Diagramme und Animationen mit Excel und konnte schließlich diverse astronomische Parameter aus seinen Daten mit einer hohen Genauigkeit ermitteln. Nach einer kurzen Pause waren Kuchen, Kaffee und Lose auserkauft und das Publikum platzierte sich gestärkt und gespannt für den zweiten Teil in der Schlosskirche. Auf den Vortrag von Tim Sieker wurden die Anwesenden wiederum durch Sina musikalisch eingestimmt. Er berichtete dann von der Entstehung von Polarlichtern und deren Vorhersage. Im Rahmen seiner Jugend-forscht-Arbeit hat er ein Magnetometer zur kontinuierlichen und sensiblen Messung des Erdmagnetfeldes gebaut. Mit den damit gewonnenen Daten sind Prognosen für die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Polarlichtern möglich. Danach konnte Projektleiter Olaf Hofschulz stolz von der Erfolgen des Sternwartenprojektes des EGN erzählen. Nachdem im vergangenen Herbst die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung einen Betrag von 50.000€ zugesagt hatte, ist die Anzahl der Sponsoren inzwischen deutlich angestiegen. Das Projekt kann nun auch auf eine starke regionale Unterstützung verweisen, immer mehr Unternehmen finden sich auf der Spendertafel: EDIS AG, Budig Immobilien, Container Habicht, Sparkasse MOL, Clinton, REWE Neuenhagen Bert Heinrich, TRU Architekten Berlin, BCA Hotels GmbH,  … und es besteht Hoffnung diese Liste noch zu erweitern. Auch die Gemeinde Neuenhagen ist dabei, Hoppegarten und Altlandsberg haben ebenfalls Bereitschaft signalisiert. Dazu gibt eine große Anzahl von Familien und Privatpersonen, die für die Sternwarte gespendet haben. Inzwischen ist damit der Kauf einer hochwertigen Montierung und von 2 parallel montierten Teleskopen im Gesamtwert von ca. 62.000€ abgesichert (für Kenner: 10Micron GM3000HPS Montierung, PlaneWave CDK 17“ Astrograph und ein TEC 140 Apo Refraktor). Im Rahmen dieser Vorstellung wurde dann durch Herrn Bars und Herrn Seppik vom Lions Club Altlandsberg feierlich ein Scheck über 1000€ zur Unterstützung des Sternwartenprojektes übergeben.

astronomietag5
Herr Bars und Herr Seppik vom Lions Club Altlandsberg übergeben einen Scheck über 1000,- für das Sternwartenprojekt.

Astronomietag7

Einen weiteren Höhepunkt des Abends stellte der abschließende Vortrag dar. Nicole Richter, Vulkanologin vom Geoforschungszentrum (GFZ) Potsdam, berichtete über ihr spannendes Forschungsgebiet, dass sie zu Vulkanen an so faszinierende Orte wie Hawai, Chile und Indonesien führt. Damit ist ihre Begeisterung für die Wissenschaft aber offenbar noch nicht gestillt. Sie beteiligte sich am Auswahlverfahren für die erste deutsche Astronautin. Auch wenn Sie inzwischen nicht mehr in der finalen Auswahl der Bewerberinnen ist, konnte sie Ihre Motivation und die einzelnen Stufen des „Castings“ den Zuhörern authentisch näherbringen.

Astronomietag6
Nicole Richter, Vulkanologin am GFZ Potsdam und Teilnehmerin „Erste deutsche Astronautin“

Am Ende dieses astronomischen Nachmittags, nach 3 Stunden geballter Wissenschaft, netten Gesprächen bei Kaffee und Kuchen verließen die Gäste mit ihren Tombolagewinnen befriedigt die inzwischen illuminierte Schlosskirche. Es war wieder ein erfolgreicher Tag für das EGN. Dazu konnten am Ende in der Kasse sogar fast 800,- Einnahmen für das Sternwartenprojekt gezählt werden. Nächstes Jahr wird es wieder Astronomie in der Schlosskirche geben!

Und es gibt auch Presseberichte:

http://www.moz.de/fileadmin/media/downloads/maema/ausgaben/aktuell/STR/blaetterkatalog/pdf/save/bk_9.pdf

http://www.moz.de/landkreise/maerkisch-oderland/strausberg/artikel8/dg/0/1/1562231/

Programmergänzung!!!

Kosmische Teilchen, Jugend forscht – Sieger und …

NEU:  …das Auswahlverfahren um die erste deutsche Astronautin!

Unsere Veranstaltung zum Astronomietag 2017 am 25.03.17 von 16.00 Uhr -20.00 Uhr in der Schlosskirche Altlandsberg

Das EGN präsentiert zum deutschlandweiten Astronomietag ein reichhaltiges Vortragsprogramm in der Schlosskirche Altlandsberg. Nicole Richter vom Geoforschungszentrum (GFZ) Potsdam berichtet als Teilnehmerin hautnah vom Auswahlverfahren für die erste deutsche Astronautin. Drei frischgebackene Jugend-forscht-Regionalsieger präsentieren ihre Arbeiten in kurzen, spannenden Vorträgen. Darüber hinaus wird Carolin Schwerdt vom DESY Zeuthen in einem Gastvortrag über die Geheimnisse der kosmischen Teilchen berichten.

Es wird einen Bericht zum aktuellen Stand des Sternwartenprojektes des EGN geben. Umrahmt von musikalischen Impressionen, einer Tombola mit vielen hochwertigen Preisen, Kaffee und Kuchen, Beobachtungen an verschiedenen Teleskopen richtet sich das Angebot an Familien und interessierte Bürgerinnen und Bürger – einfach an alle die sich für die Wissenschaft Astronomie begeistern können!

Kartenverkauf über das Sekretariat, telefonisch 03342 692, einstein-gymnasium-neuenhagen@t-online.de oder an der Abendkasse. (3,- EUR,+ gern auch Spenden)

Infos zum Auswahlverfahren für die erste deutsche Astronautin:

http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/09/private-initiative-foerdert-deutsche-astronautinnen.html

http://dieastronautin.de

Astronomietag 2017 – Unsere Veranstaltung am 25.03. in der Schlosskirche Altlandsberg

Schon traditionell gestalten wir öffentliche Veranstaltungen zum bundesweiten Astronomietag. Wie im vergangenen Jahr findet unser Beitrag wieder in der Schlosskirche Altlandsberg statt. Es gibt ein musikalisch umrahmtes Vortragsprogramm in der wirklich sehenswerten Schlosskirche. Wir konnten sogar eine Gastrednerin vom DESY Zeuthen gewinnen, die über kosmische Teilchen als Boten aus dem Weltall berichten wird. Neben dem Vortragsprogramm gibt es den bewährten, familienfreundlichen astronomischen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen, Infostand, Teleskopbeobachtungen, Wissensspielen für Kinder und eine Tombola, bei der jedes(!) Los gewinnt. Der Hauptpreis ist ein hochwertiges Teleskop! Alle wichtigen Informationen findet man auf unserem Ankündigungsplakat …

egn-plakat-tag-der-astronomie-2017

Informationen zum Projektkonto

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, sehr geehrte Gewerbetreibende, sehr geehrte Firmen in Neuenhagen, Hoppegarten, Altlandsberg und Umgebung, liebe Freunde und Förderer der Astronomie, liebe Unterstützer,

unser Projekt ist auf einem sehr guten Weg!!! Neben der großzügigen Unterstützung durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung kommen wir durch viele kleinere und größere Spenden unserem Eigenanteil-Ziel von 10.000€ immer näher. Schon sind 70% davon erreicht. Aber weiterhin gilt, jede Spende zählt und veredelt das Projekt!!!

folie1

Nun gibt es sogar ein eigenes Projektkonto für die Sternwarte. Spenden bitte direkt auf dieses Konto überweisen!

Direkte Spenden bitte an den Förderverein unserer Schule:

Förderverein EGN

Sparkasse MOL                            

Konto IBAN: DE73 1705 4040 0020 0477 38      

BIC: WELADED1MOL

Betreff: Sternwartenprojekt

Für die Ankündigung Ihrer Spende, mit Ideen oder für weitere Informationen können Sie sich am besten direkt an uns wenden ( 03342/692 oder einstein-gymnasium-neuenhagen@t-online.de ).

Und hier noch ein schöner Artikel:

http://www.blickpunkt-brandenburg.de/no_cache/nachrichten/archiv/artikel/51015.html

 

Beste Nachrichten!!!

Wir bekommen eine top ausgestattete Sternwarte, das ist schon mal sicher! Der größte anzunehmende Glücksfall für unser Projekt ist eingetreten – die Wilhelm und Else Heraeus Stiftung unterstützt uns in kaum erhofftem Ausmaß. Mit den 50.000€ von der Stiftung können eine moderne, professionelle Montierung (10 Micron GM3000HPS) und ein passender Astrograph (PlaneWave CDK17″) als Hauptinstrument gekauft werden.

Nachdem sich im Oktober ein Vertreter der Stiftung das Konzept auch vor Ort erläutern ließ, gab es am Ende des letzten Jahres die gute Nachricht: Der Vorstand und der wissenschaftliche Beirat der Stiftung konnten vom Potenzial unseres Projektes überzeugt werden und haben unseren Antrag bewilligt. Die Förderung durch eine so renommierte Stiftung bestätigt unser Konzept und verleiht ihm praktisch ein Qualitätssiegel.

jordaheidelberg
Treffen mit dem Geschäftsführer der Stiftung, Herrn Dr. Jorda, in Heidelberg

Der Projektplan sieht darüber hinaus einen Eigenanteil von ca. 10.000€ vor. Auch hier ist schon ein großer Teil eingeworben. Für den Rest werden insbesondere regionale Unterstützer gesucht, um die Sternwarte auch mit der unmittelbaren Umgebung zu vernetzen.

Zur geplanten Ausstattung der Sternwarte folgt demnächst ein eigener Beitrag.

Die Umsetzung des ehrgeizigen Projektes wird die Schullandschaft Brandenburgs bereichern und das Einstein-Gymnasium Neuenhagen mit einer der modernsten Schulsternwarten Deutschlands zu einem „Leuchtturm“ der astronomischen Bildung machen!

Der Bau schreitet trotz der winterlichen Bedingungen voran, hier der Stand von heute:

baustand170117

Die gemeinnützige Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung fördert seit über 50 Jahren auf vielfältige Weise Forschung und Ausbildung im Bereich der Naturwissenschaften, insbesondere der Physik. Die Stiftung organisiert internationale Fachtagungen und Seminare, unterstützt begabte Studierende und trägt in vielfältiger Weise zur Verbesserung des naturwissenschaftlichen Unterrichts an Schulen bei. Die 1963 von dem Physiker und Industriellen Dr. Wilhelm Heinrich Heraeus (†1985) und seiner Ehefrau Else Heraeus (†1987) gegründete Stiftung arbeitet eng mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft zusammen und gilt als die bedeutendste private Förderinstitution dieses Fachgebietes in Deutschland.:

http://www.we-heraeus-stiftung.de

Hier auch der Bericht der Märkischen Oderzeitung:

http://www.moz.de/details/dg/0/1/1544206/

Und noch einmal eine andere Perspektive bei strahlend blauem Winterhimmel:

stand170117b

Aktuelle „Forschungsprojekte“

Auch in diesem Jahr wurden wieder spannende astrophysikalische Fragestellungen im Seminarkurs untersucht. Drei Arbeiten davon wurden für die aktuelle Jugend forscht – Runde gemeldet. Hier ging es um die Modellierung der Jupitermondbewegungen auf Basis eigener fotografischer Beobachtungsdaten, um die Vorhersage von Polarlichtern mit Hilfe eines selbst gebauten Magnetometers und um den Nachweis kosmischer Neutrinos. Von diesen Themen wird nach der Regionalrunde Anfang Februar berichtet werden.

Aber es gab mehr:

1) Die spektroskopische Beobachtung des Be – Sternes Gamma Cassiopeiae. Diese Sterne weisen neben den bekannten Fraunhofer-Linien auch Emissionslinien auf, die in den dünnen Hüllen dieser Sterne entstehen.

gammacas-s
Spektrum von Gamma Cas, deutlich sieht man die Emissionslinien von Wasserstoff             (die H-Alpha-Linie im roten Bereich des Spektrums und die H-Beta-Linie im blauen Bereich)
gamma-cas
Der Stern Gamma Cas und die schwachen Nebel IC59 und IC63.

2) Die spektroskopische Untersuchung des Orion-Nebels. Im gewonnenen Spektrum konnten wir Wasserstoff, Helium, Sauerstoff und Stickstoff nachweisen.

spektrumorionnebel261116
Spektrum des Orionnebels M42, Rohbild / unbearbeitet
m42ergk
CCD-Aufnahme von M42 mit schmalbandigem H-Alpha-Filter

3) Auch der Ringnebel M57 im Sternbild Leier wurde erforscht, ein Paradebeispiel für einen planetarischen Nebel. Wir konnten ein detailreiches Spektrum gewinnen, das auf die Zusammensetzung des Nebels schließen lässt.

spektrumm57_2-s
Spektrum des Ringnebels M57
spektrumm57_2
Spektrum M57: Intensitätsverteilung in Abhängigkeit von der Wellenlänge
m57
Ringnebel / M57 im Sternbild Leier / CCD-Aufnahme mit H-Alpha-Schmalbandfilter

4) Auch den Erdmond hatten wir im Visier. Hier ging es um den spektroskopischen Vergleich einzelner Regionen auf dem Mond. Diese unterscheiden sich schon auf fotografischen Aufnahmen hinsichtlich ihrer Farbe (siehe Foto), ein Hinweis auf die unterschiedliche Zusammensetzung der Oberfläche.

mond131116
Aufnahme des Erdmondes mit den beiden Gebieten die spektroskopisch untersucht wurden.

Im Jupiterspektrum, das erfolgreich aufgenommen wurde, konnte Methan nachgewiesen werden. Auch das ist nur eine Auswahl vieler toller Ergebnisse.

image1-1
Jupiterspektrum

Mit der Schulsternwarte werden sich die Voraussetzungen für derartige Arbeiten drastisch verbessern!

Grundsteinlegung

Der Grundstein ist gelegt, für das neue Gebäude und damit auch für die Sternwarte! Jetzt wird es Ernst. Der Zeitplan passt, das heißt im nächsten Sommer wird die Observatoriumskuppel auf dem Dach des Neubaus  als ein markantes, weit sichtbares Wahrzeichen des EGN glänzen.

gsl3k
Offizielle Grundsteinlegung auf der fertigen Bodenplatte

Am 21.12.2016 fand bei wunderbarem, blauem Himmel (welch gutes Omen!) die feierliche Grundsteinlegung statt. Die kleine Veranstaltung für geladene Gäste (u.a. der Landrat, Elternvertreter, Schülervertreter, …) wurde festlich durch Beiträge der Musikkurse begleitet. In den Reden wurde die Bedeutung des Neubaus für das EGN betont, wobei die Sternwarte einen ganz besonderen Akzent für die Schule setzt.

gsl2
Überblick über die Baustelle mit der fertigen Bodenplatte und dem großen Baukran

Der Landrat betonte in seiner Rede auch den besonderen Beitrag des Landkreises für die Errichtung der Schulsternwarte – in der Tat verdanken wir dem Landkreis und Herrn Schmidt da viel – durch den Bau wird die  perfekte „Hülle“ inklusive der Kuppel für die Sternwarte bereitgestellt.

gsl4
Der Landrat des Kreises MOL bei seiner Rede.

Unsere Schulleiterin Frau Becher dankte insbesondere auch den Architekten und den ausführenden Firmen für ihre bisherige Arbeit. Dadurch liegen wir perfekt im Zeitplan.

gsl1
In die Schatulle werden Dokumente, eine Zeitung und Münzen gefüllt.

Der Landrat übernahm dann die Schatulle und ließ sie mit Gottes Segen für das Gebäude durch fachkundige Hände einmauern.

gsl8
Wer nimmt die Schatulle? (Herr Schmidt, der Architekt Herr Bertuleit, Herr Hampel vom Landkreis und unsere Schulleiterin Frau Pecher)

Dann kam der feierliche Moment, das Einmauern der Schatulle. Dafür musste schnell ein Maurer gesucht werden …

gsl10k
Ein Paar Kellen Mörtel und die Schatulle ruht für möglichst lange, lange Zeit an dieser Stelle!

Schon im Januar soll das EG stehen, jetzt geht es wohl richtig vorwärts!

Hier noch der Pressebericht der MOZ:

http://www.moz.de/alle-artikel/rtype/1/dg/0/5/?tx_rsmdailygen_pi1%5Bsword%5D=Edelgard%20Pecher&tx_rsmdailygen_pi1%5Bquote%5D=1&cHash=ba0579fa1d8f7208c25586df1b1fe604

Informationen für Spender, Sponsoren und Unterstützer

JEDE SPENDE ZÄHLT!!!

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, sehr geehrte Gewerbetreibende, sehr geehrte Firmen in Neuenhagen, Hoppegarten, Altlandsberg und Umgebung, …

liebe ehemalige Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen,

liebe Unterstützer der Astronomie,

wir möchten Sie um finanzielle Unterstützung für ein Projekt bitten, das die Schullandschaft Brandenburgs bereichern und das Einstein-Gymnasium Neuenhagen zu einem „Leuchtturm“ der astronomischen Bildung in Deutschland machen wird.

Projekt EGN Sternwarte_Logo

Das EGN hat sich über viele Jahre erfolgreich im Bereich der Astronomie profiliert. Ein sehr lange verfolgter Plan wird nun bis zum Ende des Jahres 2017 realisiert werden. Im Rahmen des Schulerweiterungsbaus für unsere Schule werden wir ein modernes Sternwartengebäude mit Beobachtungsterrasse auf dem Dach des Schulneubaus erhalten. Mit einer hochwertigen Ausstattung und Instrumentierung dieses Observatoriums könnten wir so in Neuenhagen eine der modernsten Schulsternwarten Deutschlands etablieren. Um nun auch diese hochwertige Ausstattung zu realisieren, brauchen wir Ihre finanzielle Unterstützung. 

Konkret verfolgen wir die folgenden Ziele:

  • Nutzung als praktischer Lernort für den Astronomie- und Physikunterricht
  • Wissenschaftliches Schülerlabor, Förderung von begabten Schülerinnen und Schülern, Unterstützung bei Wettbewerbsteilnahmen, Publikationen
  • Öffentlichkeitsarbeit, regelmäßige öffentliche Vorträge und Beobachtungsabende, Zusammenarbeit mit Schulen und insbesondere auch Grundschulen der Region 
  • Zusammenarbeit mit Amateur- und Profiastronomen, astronomischer „Stammtisch“
  • Fortbildungs-Standort für Astronomielehrerinnen und Astronomielehrer der Region

Wie beschrieben ist eine sehr hochwertige „Hülle“ des Observatoriums geplant und finanziell abgesichert. Die Attraktivität der Sternwarte wird in letzter Konsequenz durch die instrumentelle Ausstattung bestimmt. Um alle angestrebten Ziele optimal zu erreichen und die öffentlich „anziehende“ Wirkung zu maximieren, wird eine hohe Qualität bei der Ausstattung angestrebt. Und genau hier brauchen wir Ihre Hilfe! Jede Spende zählt!!!

Direkte Spenden an den Förderverein unserer Schule (Förderverein EGN, Sparkasse MOL, Konto IBAN: DE91 1705 4040 3807 0460 45, BIC: WELADED1MOL, Betreff: Sternwartenprojekt) sind sehr willkommen. Mit Ideen, größeren Spenden oder für weitere Informationen können Sie sich auch direkt an uns wenden ( 03342/692 oder einstein-gymnasium-neuenhagen@t-online.de ). Bitte dort auch die Spendenquittung anfordern!

Was wir schon geschafft haben:

Zunächst einmal haben wir unseren Schulträger davon überzeugt, dieses Projekt im Zuge des Neubaus zu realisieren. Dementsprechend war in dem dann durchgeführten Architektenwettbewerb die Planung einer Schulsternwarte eine feste Planungsvorgabe. Eine Visualisierung des Siegerentwurfes, der nun gebaut wird, findet sich in der Anlage. Damit werden durch den Bau alle wichtige Voraussetzungen geschaffen: ein Sternwartengebäude bestehend aus einem Seminar- und Sammlungsraum, der eigentliche Beobachtungraum ausgestattet mit einer hochmodernen, vollautomatischen und remotefähigen Kuppel und eine Beobachtungsterrasse zur Nutzung weiterer Teleskope. Damit ist also eine solide Basis für eine sinnvolle Investition gegeben.

Wir haben in eigener Initiative schon Geld in Form von Spenden, Erlösen aus von uns durchgeführten Veranstaltungen und Wettbewerbsgewinnen zusammengetragen. Darüber hinaus wurden wir auch durch sehr hochwertige Sachspenden unterstützt. Einige Bauteile und Instrumente wurden schon angeschafft, deren spätere Eingliederung in die Sternwarte vorgesehen ist.

Was wir brauchen:

An erster Stelle steht eine hochwertige, stabile und remotefähige Montierung. Dazu eine darauf abgestimmte Teleskopausstattung (Hauptinstrument und Spezialteleskope zur Fotografie und Sonnenbeobachtung), die notwendige Software und Computertechnik. Für eine optimale Umsetzung ist ein finanzieller Aufwand von 25.000€ bis 30.000€ realistisch. Das können wir nur mit der Hilfe von Sponsoren und Unterstützern erreichen.

Der große Vorteil der gesamten Konzeption besteht darin, dass eine Realisierung garantiert ist, da eine Ausstattung auf einfachstem Niveau schon jetzt gewährleistet werden könnte. Aber die Umsetzung aller oben genannten Ziele ist nur bei optimaler Ausstattung abgesichert.

Was wir bieten:

Ihre finanzielle Unterstützung würde eine Investition in ein modernes vernetzendes, deutschlandweit ausstrahlendes Bildungsprojekt darstellen. Wir werden Ihre Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten in der Öffentlichkeit (Veranstaltungen, Presse, Fernsehen) kommunizieren.

Wir erstellen eine hochwertige Sponsorentafel, die deutlich sichtbar im Bereich der Sternwarte platziert wird. Prinzipiell ist auch ein objektbezogenes Sponsoring eines ganzen Gerätes möglich, das dann auch entsprechend beschriftet werden kann. Sie erhalten natürlich zu unserer „großen, feierlichen“ Eröffnung, auf Wunsch sehr gern auch zu weiteren öffentlichen Veranstaltungen. Prinzipiell ist auch ein exklusiver Beobachtungsabend für ein Team aus Ihrer Firma umsetzbar.

m6 und m7 nach_filtered
Das Zentrum unserer Milchstraße – aufgenommen während unserer Sudafrikareise 2013

 

 

Es geht los!

Pünktlich beginnen die Bauarbeiten am EGN mit den Abrissarbeiten und dem Einrichten der Baustelle. Jeden Tag kann man den Fortschritt sehen. Wenn alles so gut weitergeht, bedeutet jeder Bautag einen Schritt näher zur Sternwarte!

FullSizeRender
Die Bauarbeiten starten!!!

Und dann haben wir noch 2 Artikel in den beiden größten deutschen Astronomie-Zeitschriften veröffentlichen können. Einmal einen Bericht zu unserer Veranstaltung zum Tag der Astronomie mit dem schönen Titel „Von Altlandsberg zu den Sternen“ in der Juli-Ausgabe von Sterne und Weltraum:

http://www.spektrum.de/magazin/von-altlandsberg-zu-den-sternen/1412850

Und in der Rubrik Space Checker von Abenteuer Astronomie! (Ausgabe 3) konnten die Schülerinnen und Schüler der Astronomie-AG von ihrer erfolgreichen Beobachtung der totalen Mondfinsternis im vergangenen Jahr und über das erfolgreiche Schüler experimentieren – Projekt zur Erforschung der Mondoberfläche mit farbkontrastverstärkter Fotografie berichten.

Abenteuer Astronomie 3 – Juni/Juli 2016

In der Projektwoche gab es natürlich auch wieder Astronomie-Projekte. Wir entwickelten z.B. ein Modell des Planetensystems, dass die Größen- und Abstandsverhältnisse unseres Sonnensystems veranschaulicht. Die Sonne platzierten wir auf dem Anstoßpunkt des Fußballplatzes. Bei unserer 14 cm großen Modellsonne passten gerade einmal die Planeten  bis inklusive Mars noch auf den Sportplatz! Eine andere Projektgruppe entwickelte Visitenkarten und Plakate für das Sternwartenprojekt. Sogar ein mögliches Maskottchen wurde erdacht – der kleine EGN-Polarbär! Beim Sommerfest wurden mit Kuchenbasar und Tombola wieder fast 150,- für die Sternwarte eingenommen. Vielen Dank an alle Beteiligten!

Modell des Sonnensystems im Maßstab 1
Plakat zu unserem Modell
FullSizeRender-1
Der kleine EGN-Polarbär (man beachte die „Strukturen“ auf den Fußsohlen!)

Merkurtransit 2016

Nachdem wir den Merkurtransit 2003 und die Venustransite 2004 und 2012 jeweils bei besten Bedingungen beobachten konnten, gab es bei uns keine Zweifel, dass das beim Vorübergang des Planeten Merkur vor der Sonne am 09.05.2016 auch wieder so sein würde.

Merkurtransitbeobachtung2016a

Für dieses besondere Ereignis wurden wir von der Firma Bresser / Lunt Solar wieder mit einem wertvollen H-Alpha-Sonnenteleskop (Lunt LS60) unterstützt. Dieses Fernrohr wurde im Vorfeld natürlich schon getestet. Und es wurde sogar noch ein ganz anderer Transit beobachtet, am 21.04.2016 konnte die ISS vor der Sonne fotografiert werden! Der ISS-Transit dauerte ganze 0,79s, der Finsternispfad hatte eine Breite von 6,5 km. Man musste also zur richtigen Zeit (14h27m35s) am richtigen Ort sein. Und auch die gesamte Sonne inklusive Protuberanzen lässt sich mit dem Teleskop gut abbilden.

ISS vor der Sonne. Aufnahme mit Lunt LS60 und DMK41-CCD-Kamera

image
ISS vor der Sonne. Aufnahme mit Lunt LS60 und DMK41-CCD-Kamera
image
Gesamtanblick der Sonne mit Protuberanzen. Lunt LS 60 / DMK41

Da bei einem solchen Merkurtransit der Planet nur als winziger kleiner Punkt vor der Sonnenscheibe entlangzieht, hatten wir keine große öffentliche Beobachtung geplant. Die Astronomie- und einige Physikkurse wurden mit Arbeits- und Beobachtungsblättern gezielt auf die Beobachtung vorbereitet. So hatten wir bevorzugt „Experten“ als Beobachter. Auf dem Schulhof wurden verschiedene Weißlicht- und H-Alpha-Instrumente aufgebaut. Um 13.00 Uhr war alles startbereit. Pünktlich um 13.12 Uhr konnten wir dann beobachten, wie Merkur sich eine besonders dekorative Stelle des Sonnenrandes für seinen Eintritt ausgesucht hatte. Direkt vor einer schönen Protuberanz war er in den H-Alpha-Teleskopen zu sehen. Wunderschön!

MerkurtransitF
Anblick im Teleskop mit Weißlicht-Filter

Trotzdem die meisten Beobachter ein Briefing hinter sich hatten, waren doch alle über den sehr, sehr kleinen, kreisrunden und schwarzen Fleck vor der Sonnenscheibe erstaunt. Das war Merkur?! Ja und man konnte seine Bewegung gerade am Anfang sehr gut wahrnehmen, der Abstand vom Sonnenrand vergrößerte sich nun nach und nach. Neben Merkur waren auch einige schöne Sonnenflecken sichtbar. Deutlich war der Unterschied des tiefschwarz erscheinenden Merkur gegenüber den eher grauen Flecken sichtbar. Ca. 250 Beobachter nutzten nun die Gelegenheit den Transit zu beobachten, jedes Teleskop wurde von einem fachkundigen Mitglied der Astro-AG betreut.

 

image
Merkur vor der Sonne. Aufnahme mit H-Alpha-Filter (Daystar Quark an 130/780 Refraktor)

Nachdem der Besucherstrom abnahm, widmeten wir uns ganz dem Fotografieren. Darauf hatten wir uns schon die ganze Zeit gefreut. So eine Art Astro-AG-Romantik, ganz in Ruhe bei herrlichem Wetter beobachten, Eis essen und schöne Fotos machen, so muss es sein! Wir beobachteten bis Merkur hinter den Bäumen verschwunden war. Es war wieder einmal ein sehr eindrücklicher Tag.

image
Merkur neben den beiden gut sichtbaren Sonnenfleckengruppen. Aufnahme mit Herschelprisma am 130/780 Refraktor + DMK41.
image
Merkur vor der Sonne, deutlich sichtbar ist hier das chromospherische Netzwerk um die Fleckengruppen. Aufnahme mit Lunt CaK – Filter.
image
… und noch einmal vor der H-Alpha-Sonne mit dem Lunt LS 60!