Aktuelle „Forschungsprojekte“

Auch in diesem Jahr wurden wieder spannende astrophysikalische Fragestellungen im Seminarkurs untersucht. Drei Arbeiten davon wurden für die aktuelle Jugend forscht – Runde gemeldet. Hier ging es um die Modellierung der Jupitermondbewegungen auf Basis eigener fotografischer Beobachtungsdaten, um die Vorhersage von Polarlichtern mit Hilfe eines selbst gebauten Magnetometers und um den Nachweis kosmischer Neutrinos. Von diesen Themen wird nach der Regionalrunde Anfang Februar berichtet werden.

Aber es gab mehr:

1) Die spektroskopische Beobachtung des Be – Sternes Gamma Cassiopeiae. Diese Sterne weisen neben den bekannten Fraunhofer-Linien auch Emissionslinien auf, die in den dünnen Hüllen dieser Sterne entstehen.

gammacas-s
Spektrum von Gamma Cas, deutlich sieht man die Emissionslinien von Wasserstoff             (die H-Alpha-Linie im roten Bereich des Spektrums und die H-Beta-Linie im blauen Bereich)
gamma-cas
Der Stern Gamma Cas und die schwachen Nebel IC59 und IC63.

2) Die spektroskopische Untersuchung des Orion-Nebels. Im gewonnenen Spektrum konnten wir Wasserstoff, Helium, Sauerstoff und Stickstoff nachweisen.

spektrumorionnebel261116
Spektrum des Orionnebels M42, Rohbild / unbearbeitet
m42ergk
CCD-Aufnahme von M42 mit schmalbandigem H-Alpha-Filter

3) Auch der Ringnebel M57 im Sternbild Leier wurde erforscht, ein Paradebeispiel für einen planetarischen Nebel. Wir konnten ein detailreiches Spektrum gewinnen, das auf die Zusammensetzung des Nebels schließen lässt.

spektrumm57_2-s
Spektrum des Ringnebels M57
spektrumm57_2
Spektrum M57: Intensitätsverteilung in Abhängigkeit von der Wellenlänge
m57
Ringnebel / M57 im Sternbild Leier / CCD-Aufnahme mit H-Alpha-Schmalbandfilter

4) Auch den Erdmond hatten wir im Visier. Hier ging es um den spektroskopischen Vergleich einzelner Regionen auf dem Mond. Diese unterscheiden sich schon auf fotografischen Aufnahmen hinsichtlich ihrer Farbe (siehe Foto), ein Hinweis auf die unterschiedliche Zusammensetzung der Oberfläche.

mond131116
Aufnahme des Erdmondes mit den beiden Gebieten die spektroskopisch untersucht wurden.

Im Jupiterspektrum, das erfolgreich aufgenommen wurde, konnte Methan nachgewiesen werden. Auch das ist nur eine Auswahl vieler toller Ergebnisse.

image1-1
Jupiterspektrum

Mit der Schulsternwarte werden sich die Voraussetzungen für derartige Arbeiten drastisch verbessern!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s